Es gibt keine Luftlöcher
Lassen Sie uns die Angst vor Turbulenzen einreißen

Ich schätze, dass 70 % meiner Klienten große Angst vor Luftlöchern haben und es als sogar als Hauptgrund angeben, weshalb sie meine Hilfe in Anspruch nehmen. Und annähernd 100 % der Menschen mit Flugangst haben zumindest leichte Angst vor Turbulenzen. Also: fast jeder mit Flugangst sorgt sich vor Turbulenzen, 70 % davon haben sogar große Angst vor den Luftlöchern.

Flugangst vor Turbulenzen

Ich selbst hatte damals auch riesige Angst, während ich Turbulenzen durchflog. Ich nahm sie als unnormal, brutal und gefährlich wahr. Einmal ist ein Freund von mir mitgeflogen und meinte leicht ironisch, aber ängstlich, die „Flügel seien schon fast auf dem Boden aufgepeitscht“. Ich sagte mir nach solchen Situationen immer, dass ich so schnell nicht wieder fliegen werde und nur noch wirklich wichtige Reisen unternehme. Dabei waren es nur mittelschwere Turbulenzen und heute weiß ich, dass null Risiko bestand.

Nun möchte ich kurz etwas sagen, bevor wir die „Luftlöcher“ komplett auseinandernehmen und Ihre Angst spielend besiegen. Luftlöcher gibt es gar nicht und die Turbulenzen haben noch nie ein modernes Flugzeug zum Absturz gebracht. Angst ist in diesen Situationen absolut unangebracht, weil das Flugzeug keinerlei Gefahr ausgesetzt ist.

Es gibt keine Luftlöcher. Es gibt nur Turbulenzen. In der Luft gibt es keinerlei Löcher, in die wir fallen. Haben Sie schon mal beim Spazieren gehen oder Joggen plötzlich keine Luft mehr bekommen? Vermutlich nicht, denn solch ein Vakuum gibt es in der freien Wildbahn nicht. Überall wo wir uns befinden, ist auch Luft um uns herum. Aber woher stammen dann diese unangenehmen Auf- und Abbewegungen im Flugzeug? Sie entstehen durch unterschiedliche Strömungen und Strömungsrichtungen. Vergessen Sie also besser den Begriff „Luftloch“, verwenden Sie stattdessen Turbulenzen. Das Flugzeug fällt also auch in kein Loch, auch wenn es sich tatsächlich in der Kabine teilweise so anfühlt. Andere beschreiben es wie eine Achterbahnfahrt. Es umströmt immer Luft die Tragflächen, andernfalls würden physikalische Gesetze gebrochen werden. Wenn wir im Flugzeug eine Luftverwirbelung durchfliegen, dann merken wir diese Bewegungen, in dem wir in den Sitz gedrückt oder gehoben werden. Es ist ähnlich, wie bei einer Bodenwelle auf der Fahrbahn. Wir merken sie deutlich und könnten es für ein Luftloch halten, in Wirklichkeit "fährt" unser Flugzeug jederzeit auf dem harten Asphalt weiter. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 900 km/h ist auch die Luft so hart wie der Asphalt unserer Straßen. Egal wie stark die Turbulenzen auch sein mögen, wir haben immer eine „Fahrbahn“ unter uns, nämlich die harte Luft.

Ich konnte meine Angst vor Turbulenzen in 3 Phasen unterteilen

  1. Unerträgliche Angst
    Bevor ich mich zum Thema „Luftloch“ weiterbildete, hatte ich bei jeder Art von Turbulenzen große Angst. Angst, dass das Flugzeug auseinanderbricht oder der Pilot die Kontrolle verliert und die Turbulenzen zu stark und zu lange anhalten würden.
  2. Zeit der Aufklärung
    Ich beschäftige mich intensiv mit der Thematik und verstand, wie ein Flugzeug funktioniert und wie ungefährlich die Turbulenzen sind. Ich schaute mir dutzende Flugzeugabstürze der letzten 25 Jahre an und nie waren die Turbulenzen Schuld – sie wurden in den Abschlussberichten nicht mal erwähnt. Ja, sie sind einfach irrelevant für die modernen und stabilen Flugzeuge. Anfangs hatte ich trotzdem immer noch leichte Panik, sicherlich waren es auch noch alte Gewohnheiten. Ich sagte mir dann – und dies hilft(!) wirklich: „Timo, du besitzt einen messerscharfen Verstand. Benutze ihn nun und erinnere dich, dass Turbulenzen noch nie ein Problem in der Luftfahrt dargestellt haben.“
  3. Angstfreie Phase
    Nachdem ich mehrmals die Ängste vor Turbulenzen durch mein Wissen über die Turbulenzen besiegt habe, machen mir die Turbulenzen mittlerweile gar nichts mehr aus. Ich bin Vielflieger und habe mehrere mittelstarken Turbulenzen erlebt, aber noch keine schweren. Bisher gab es keinerlei Probleme.

Online Seminar gegen Angst vor Turbulenzen im Flugzeug

Für die Maschine besteht kein Risiko, Sie empfinden die Situation lediglich an Bord als gefährlich. Der Flieger ist so robust und belastbar, dass wir uns um die Sicherheit keine Sorgen machen müssen. Was Sie nun tun sollten? Schauen Sie sich das Online Seminar an:

  • Triebwerksgeräusche: Kennen Sie das mulmige Gefühl, wenn Turbinen oder andere Teile der Maschine unbekannte Geräusche machen?
  • Atemtechniken / Entspannungstechniken: Sie können diese effektiven Techniken auch an Bord anwenden, um jeden Flug ohne Panikattacken zu meistern.
  • Vom Start bis zur Landung: Lernen Sie alle Abläufe des Fluges kennen.

Musik für das Flugzeug


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